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Pressemitteilung vom 01.07.2003

Arbeitswelt im Wandel – der treue Diener hat ausgedient

Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, am Ende gar der Burnout. All diese Symptome können Folgen von Stress sein – Stress, der nicht selten am Arbeitsplatz entsteht. Zur Vermeidung sind innovative Beschäftigungskonzepte gefordert.

Der häufigste Auslöser von Stress ist zumindest im Fall von qualifizierten Arbeitskräften ein unausgewogenes Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben. Leistungs- und Termindruck führen dazu, dass Freizeit und Familie auf der Strecke bleiben, „Abschalten“ fällt da zunehmend schwer. Kein Wunder, dass sich auf Arbeitnehmerseite Widerstand regt, der Ruf nach Freizeit lauter wird.

Kritische Entrepreneure

Vor allem Hochschulabsolventen sind es, die sich nicht mehr als kleine Zahnräder in einem großen Getriebe definieren, sondern mehr und mehr einen Status als junge Entrepreneure kultivieren. Damit verbunden sind klare Vorstellungen von der Arbeitswelt; vorbei sind die Zeiten des bedingungslos loyalen Dieners eines lebenslangen Herrn. Der moderne Arbeitnehmer ist selbstbewusst und denkt (kritisch) mit. Wenngleich die daraus resultierenden Forderungen zunächst mit denen des Unternehmens kollidieren können, darf doch eins nicht vergessen werden: Letztendlich sind es eben diese Mitarbeiter, die ein Unternehmen weiterbringen.

Geld ist nicht alles

Dazu ist es freilich notwendig, die jungen Entrepreneure langfristig in ein Unternehmen zu integrieren. Gefordert sind hier in erster Linie die Personalabteilungen. Wer im sogenannten „War of Talents“, dem Kampf um die besten Arbeitskräfte, die Nase vorn haben will, der muss heute weit mehr bieten als das häufig zitierte angemessene Gehalt. Die Wünsche der jungen Generationen gestalten sich vielseitig – Herausforderungen im Beruf und eine ausgefüllte Freizeit werden nicht mehr als Widerspruch verstanden.

Konzepte müssen her

Um qualifizierte Mitarbeiter an sich zu binden, müssen sich die Unternehmen wandeln. Arbeitszeitflexibilisierung oder Job-Sharing sind einige der Rezepte, die helfen sollen, die Vereinbarkeit von privaten und beruflichen Ansprüchen zu ermöglichen. Ergänzt werden sollten diese Programme um ein klares Konzept, das Arbeitnehmern individuelle Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Dass solche Modelle immerhin diskutiert werden, ist in den Augen von Experten ein Fortschritt - an der Umsetzung in die Realität hapert es allerdings noch vielerorts. Dennoch: Die Würfel sind gefallen: aus Personalverwaltung muss Personalmanagment werden, und zwar eines, das diesen Namen verdient.

Autor: Dr. Barbara Jäger Rainer, Geschäftsführerin Business Pool International
Quelle: trendmail Juli 2003


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