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Pressemitteilung vom 01.01.2003

Die erfolgreiche Bewerbung

Sich be-werben bedeutet, Werbung für die eigene Person und Dienstleistung d.h. für die eigne Arbeitskraft, zu machen.

Mit der Bewerbung – ob per E-Mail, mit einem Telefonat oder auch auf Papier – geben Sie eine Visitenkarte, eine Arbeitsprobe ab und erzeugen damit den ersten Eindruck beim potenziellen Arbeitgeber. Dass dieser wichtige erste Eindruck positiv ist und Ihnen deshalb zu einem Bewerbungsgespräch verhilft, ist das erklärte Ziel.
Selbst erfolgreiche Berufsvertreter mit einem wirklich bestechenden Bildungs- und Berufserfahrungshintergrund scheitern oft kläglich, wenn es in einer Bewerbungssituation darum geht, die eigne Person in schriftlicher oder mündlicher Form angemessen zu präsentieren.
Vielleicht ist es gerade deshalb so schwer, sich angemessen einer anderen Person gegenüber darzustellen, weil man diese nicht kennt, nicht weiß worauf es dem Gegenüber in der Bewerbungssituation wirklich ankommt.


Das Bewerbungsschreiben

Im Bewerbungsschreiben kommt es darauf an, die eigenen Qualitäten angemessen darzustellen, sodass Ihr Gegenüber, Interesse an Ihrer Person bekommt, verbunden mit dem Wunsch, Sie persönlich kennenzulernen.
Eine hilfreiche allgemeine Leitlinie für den Aufbau der Bewerbung kann Ihnen folgende Grundformel aus der Werbepsychologie , die sogenannte AIDA-Formel, bieten:

  • A = attention (Aufmerksamkeit erzeugen)
  • I = interest (Interesse wecken)
  • D = desire (Wunsch auslösen, Sie zum Vorstellungsgespräch einzuladen)
  • A = action (die Handlungsaktivität „einladen“ provozieren)

Es kommt darauf an, in kurzer, komprimierter Form alle wichtigen Argumente, die für Sie sprechen (und die zu einer Einladung führen könnten), gut formuliert vorzubringen. Der Leser soll neugierig gemacht werden auf Sie als Person.
Den Arbeitgeber interessiert v.a., ob er den Bewerbungsunterlagen Hinweise auf eine Übereinstimmung mit den von ihm aufgestellten Eignungskriterien und Anforderungsmerkmalen entnehmen kann.

Die Bestandteile einer vollständigen Bewerbung sind:
• das Anschrieben: nehmen Sie im Bewerbungsschreiben Bezug auf den Text im Stellenangebot oder den sonstigen Bewerbungsanlass. Welche Argumente sprechen dafür, dass Sie der richtige Bewerber für die zu besetzende Stelle sind? Was sind Ihre Qualifikationen und Qualitäten (Kenntnisse, Fähigkeiten, Eigenschaften) die den genannten Anforderungen entsprechen? Nach diesen ca. 4 bis max. 8 oder 10 gut formulierten, überzeugenden Sätzen (auf keinen Fall länger als eine Seite) endet Ihr Bewerbungsschreiben mit der Bitte um ein Vorstellungsgespräch, der Grußformel, Ihrer Unterschrift und dem Hinweis auf die Anlagen.
• der Lebenslauf: des Curriculum Vitae (CV) ist mit das wichtigste Dokument, das für oder gegen Sie spricht. Für die Bewerbung gibt es nicht nur einen ein- für allemal feststehenden Lebenslauf, sondern immer mehrere Varianten. Notwendig ist die „jeweilige“ Anpassung des CVs an das besondere Anforderungsprofil des angestrebten Arbeitsplatzes.
Die wichtigsten Informationen müssen klar und übersichtlich geordnet sein. Man bevorzugt computergeschriebene tabellarische CVs. Der entscheidende Gedanke bei der Gestaltung des CVs ist: Was könnte Sie für den angestrebten Arbeitsplatz in den Augen des Arbeitgebers interessant machen, aufwerten, von anderen Mitbewerbern positiv unterscheiden? Das CV wird v.a. unter 2 Aspekten analysiert: die Zeitfolge und die Position. Bei der Zeitfolgeanalyse geht es um zeitliche Lücken und Arbeitsplatzwechsel. Bei der Positionsanalyse geht es um den Auf- und Abstieg, Berufs- und Arbeitsgebietswechsel. Das CV sollte nach folgendem Schema aufgebaut sein.
Persönliche Daten
Ausbildung (besuchte Schultypen, Universität und Abschlüsse, Schwerpunkte, Zeitangabe)
Berufstätigkeit (Berufsbezeichnung, Position, ev. Kurzbeschreibung, Zeitangaben)
Weiterbildung)
besondere Kenntnisse (z.B. Fremdsprechen)
• das Foto z.B. oben rechts auf dem CV; versuchen Sie einen professionelle Eindruck zu vermitteln.
• diverse Zeugniskopien durchaus auch unbeglaubigt

Das Bewerbungsgespräch

Verwechseln Sie Einstellungsprozeduren nicht Klassenarbeiten oder Examina. Die Verfahren der Bewerberauswahl sollen keine guten oder schlechten Noten zuordnen, sie sollen verhindern, dass sich jemand enttäuscht in einer Position wieder findet, die gar nicht zur Persönlichkeit und/oder Qualifikationen passt. Sie sollten zuerst für sich selbst definieren, was Sie unter „Erfolg im Beruf“ verstehen, was Sie in einigen Jahren erreicht haben wollen und wofür Sie darauf zu verzichten bereit sind.
Ihr Ziel sollte sein, den für Sie optimalen Job mit dem größtmöglichen Erfolg zu erreichen.

Bereiten Sie sich gezielt auf das Bewerbungsgespräch vor:
Informieren Sie sich bei der telefonischen Terminvereinbarung nach dem präzisen Namen und Position Ihres Ansprechpartners, der Adresse und ob Unterlagen nachzureichen sind.
Gehen Sie niemals zum Gespräch, ohne sich vorher über das Unternehmen zu informieren.
Versuchen Sie auch, sich über die für die ausgeschriebene Position erforderlichen Erfolgsfaktoren zu informieren, dann können Sie sich gezielt vorbereiten.
Wir wünsche Ihnen viel Erfolg und natürlich einen Traumjob.


Autorin: Vicky Rabensteiner
Quelle: Südtirol Panorama 09/2002


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