Pressemitteilung vom 22.09.2000
Dreamteams sind planbar
„Teamerfolg ist in erster Linie eine Frage der professionellen
Auswahl der einzelnen Teamplayer.“
Es ist heute Fakt, dass Teams im Vergleich zu divisionalisierten
Arbeitsgruppen schneller arbeiten, mehr Qualität erreichen,
innovativer sind und funktions- und bereichsübergreifende Kooperation
herstellen. Durch Teamarbeit können bisher brachliegende Ressourcen
von Mitarbeitern wesentlich besser genutzt werden.
1. Unterstützung durch das Top-Management
Das Top-Management sollte als Promotor die Einführung von Teamarbeit
aktiv unterstützen und für die folgenden kritischen Erfolgsfaktoren
Sorge tragen: Die Rahmenbedingungen und Zielsetzungen für das
Team sind klar und verständlich formuliert. Verantwortung und
Kompetenzen sind im notwendigen Rahmen an die Teams delegiert.
Der Teamleiter und die Teammitglieder erhalten Trainings und Supervision
für die Umsetzung der neuen, effizienten Arbeitsweise Teamwork.
Ein konsequent teamorientiertes Entlohnungssystem ist bzw. wird eingeführt.
Das Management gibt die Rahmenbedingungen und die Zielsetzung der
Teamarbeit vor. Das Team hat jedoch die alleinige Ergebnis- und
Prozessverantwortung. Das bedeutet: Das Top-Management gibt das „Was“ vor, über
das „Wie“ entscheidet das Team.
Lebenswichtige Voraussetzung für Teams ist, dass sie über
die Ressourcen verfügen, die sie zur Zielerreichung benötigen.
Deshalb muss im Vornhinein die Ressourcenfrage klar mit dem Management
geklärt werden.
2. Persönlichkeitsorientierte Auswahl der Teammitglieder
Bei der Auswahl der Teammitglieder spielt die Team- und Beziehungsfähigkeit
eine große Rolle. Neben der fachlichen Qualifikation kommt
es darauf an, die für die Aufgabe erfolgsentscheidenden Verhaltenspräferenzen,
Handlungsmotive und Entwicklungspotenziale im Team vertreten zu haben.
Dabei ist die Anwendung eines Persönlichkeits-Diagnosesystems
zu empfehlen (wie zum Beispiel den INSIGHTS? Management-Development-Instruments – siehe
Grafik).
Mit dem INSIGHTS-Teamrad lernen Sie den State of the art Ihres Teams
kennen.
Von dieser sicheren Basis aus können Sie Veränderungen
gezielt und sicher angehen.
Möchte man mit Hilfe des INSIGHTS-Teamrads zum Beispiel ein
Controller-Team zusammenstellen, ist es sinnvoll, nach Beobachter-
und Koordinatoren-Typen Ausschau zu halten, da diese vor allem logisch,
analytisch, quantitativ und rational agieren. Ein solches homogenes
Team besitzt die Fähigkeit, rasch zu Übereinstimmungen
zu kommen, da man sich auf derselben Wellenlänge befindet, in
etwa dieselbe Sprache spricht und an Probleme in ähnlicher Weise
herangeht.
Möchte man hingegen ein funktionsübergreifendes Projekt-Team
zusammenstellen, empfiehlt es sich, die gesamte Palette der Persönlichkeitsqualitäten
bei der Zusammenstellung des Teams zu berücksichtigen. Ein so
entstandenes heterogenes Team kommt zwar schwieriger zur Einigung,
aber sein Potenzial, komplette Arbeitsprozesse abzudecken, ist wesentlich
höher als bei homogenen Teams.
3. Zielorientierte Teamentwicklung
Für eine kontinuierliche Teamentwicklung muss jedem einzelnen
Teammitglied klar werden, was es an Stärken in das Team einbringen
kann, und was es vom Team erwartet. Das Team muss für sich klären:
Wie kommunizieren wir miteinander, wie lösen wir Konflikte,
wie gestalten wir die Zusammenarbeit, was ist jeder Einzelne bereit
zu geben und was benötigt jeder einzelne vom Team. „Gute
Teamchefs müssen dabei wissen, wie sie ihre Leute am besten
einsetzen und sie motivieren“, resümierte z. B. kürzlich
Heinrich von Pierer, Vorstandsvorsitzender von Siemens, seine Erfahrungen
mit Teamführung. Die Aufgabe des Teamchefs ist es, die Selbstreflektion
der Gruppe anzustoßen, bis sich der Teamleiter als Coach selbst überflüssig
gemacht hat. Bis dahin ist es ein langer Weg. Teamarbeit fällt
nicht vom Himmel, denn schließlich haben wir seit unserer Schulzeit
das Gegenteil gelernt.
Autor: Dr. Michael Hölzl, Mitarbeiter der Unternehmensberatung
Lexington Consulting mit ständiger Repräsentanz in Bozen
Quelle: Südtiroler Wirtschaftszeitung 22.09.2000
Merkmale erfolgreicher Teams
- Teamidentität: Es herrscht ein Teamgeist, der auf einer
gemeinsamen Vision, gemeinsamen Zielen und intensiven gemeinsamen
Erlebnissen
basiert.
- Kommunikation: Klare, schnelle und offene Kommunikation prägt
das Bild.
Rollenverteilung innerhalb des Teams ist geklärt und es wird effektiv
zusammengearbeitet. Der Teamleiter fördert Produktivität
und Zusammenspiel der Teammitglieder.
- Die Problemlösungs- und Entscheidungsprozesse sind definiert, für
alle Teammitglieder verständlich und nachvollziehbar.
Selbstreflektion: Das Team kennt sehr gut die eigenen Stärken und Schwächen.
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