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Pressemitteilung vom 01.09.2000

Start up statt „fall down“

Bozen – Rund vier von zehn neu gegründeten Unternehmen überstehen die ersten fünf Jahre nicht. Die beste Idee ist noch lange kein Garant für unternehmerischen Erfolg. Denn Erfolg will geplant sein. Sonst kann aus einem Start up schnell ein „fall down“ werden.

Innovativen Start-ups und neuen Geschäften bieten sich auch heute noch viele neue Erfolgschancen. Dies vor allem, weil etablierte Unternehmen sich zunehmend auf das Kerngeschäft konzentrieren oder Geschäftstätigkeiten auslagern. Allerdings führt nicht jedes Start-up oder jedes neue Geschäft auch zum Erfolg. Aus einer einschlägigen Studie geht hervor, dass 38 Prozent der Neugründungen die ersten fünf Jahre nicht überstanden haben. Als wichtigste Gründe für das Scheitern werden genannt: Finanzierungsmängel (68 Prozent), fehlende Information (61 Prozent), mangelnde Qualifikation (47 Prozent) und unzureichende Planung (30 Prozent).
Jedem dieser Gründe kann durch gezieltes Coaching eines Unternehmensberaters, idealerweise mit internationalem Know-how und Erfahrung, entgegengewirkt werden.
Für die Erfolgsquote ist neben der Aneignung von wichtigen betriebswirtschaftlichen Instrumenten zur Unternehmensführung die Erstellung eines Businessplans von ganz entscheidender Bedeutung.
Die meisten Jungunternehmer tun sich damit außerordentlich schwer. Dabei sollte man sich folgende einfache Beziehung vor Augen halten: Je früher und konkreter ein aussagekräftiger Businessplan vorliegt, desto gezielter und professioneller erfolgt die Marktbearbeitung. Marktresearchs und dementsprechende –analysen bilden neben Strategiefindungsprozessen und darauf basierender Wettbewerbspositionierung den Schlüssel für den Erfolg. Dies gilt sowohl für neue Märkte als auch für alte Märkte. Damit ist das Heranreifen einer unternehmerischen Idee zu einem durchdachten Businessplan auch mit professioneller Hilfe von Seiten eines Beraters eine Investition, die sich in jedem Fall auszahlt. Erst recht, sollte sich bereits auf dem Papier herausstellen, dass die unternehmerische Idee sich nicht zum finanziellen Erfolg führen lässt.
Speziell bei Start-ups ist jedoch nicht nur die Qualität von Management, Businessplan und Marktleistung allein entscheidend. Zunehmend wichtiger wird die richtige Selektion von Kapitalgebern (Smart Money), Service-Providern und vor allem spezialisierten Beratern. Gerade für Start-ups ist die Kapitalsuche heute schwieriger und aufwändiger geworden.
Stehen Businessplan und Finanzierung, stellen sich die nächsten überlebenswichtigen Kernfragen, die der gezielten Management-Beratung bedürfen.
Viele Entrepeneurs/Unternehmer sind der – sich im Rahmen eines hoffentlich wachsenden Geschäftes zunehmenden – Komplexität, Intensität sowie den Schwierigkeiten nicht mehr allein gewachsen. Smarte Manager nehmen immer öfter den Berater über ein Führungscoaching in die Umsetzungsverantwortung.
Denken Sie beispielsweise an auftretendes Konfliktpotenzial unter den Mitarbeitern oder mangelnde technische Unterstützung bestimmter Geschäftsprozesse. Auch hier wird Ressourcenmanagement immer ein kritischer Faktor sein. Die besten Ansätze hierzu liegen erfahrungsgemäß im Bereich der Personalressourcen, da die Mitarbeiter – nach wie vor – als kritischer Erfolgsfaktor vornan stehen. Wissens- und kundenorientierte Schulungen sowie Teambildungsworkshops müssen in jedem Unternehmen als „State of the art“ gelten. Bereits auf dieser Ebene kann der Einsatz automatisierter und computergestützter Systeme konkret in Betracht gezogen werden.
Als nächstes muss ein jedes Unternehmen, welches sich in zunehmend umkämpften Märkten behaupten will, die neuen Technologien planen. Hierzu zählen vor allem Enterprise Solution Software mit dem Schlagwort Customer-Relationship-Management (CRM): bei jedem Geschäftsvorgang zwischen Unternehmen und Kunden – egal ob Anfrage, Beratung, Verkauf oder Reklamation –strömen neue wertvolle Daten in das Unternehmen. Um aus den zigtausenden Einzelinformationen jedoch gewinnbringende Erkenntnisse zu ziehen, gilt es, die Daten zu identifizieren, zu selektieren und aufzubereiten. Für den Durchblick in diesem Datendschungel benötigen Unternehmen heute speziell auf ihre Anforderungen zugeschnittene Systeme.
Haben Start-ups und neue Geschäfte all diese Schwierigkeiten überwunden, stellt sich schon ein neues Problem: Wie kann ich den Mitarbeitern die Geschäftspläne und Strategie des Unternehmens vermitteln? Selbst eine offene Informationspolitik garantiert nicht, dass alle genau wissen, was denn nun zu tun ist. Hilfestellung kann hier eine Strategiekarte bieten. Basierend auf der Balanced Scorecard von Kaplan/Norton, welche Auskunft darüber gibt, welche Kenntnisse, Qualifikationen und Systeme Beschäftigte brauchen werden, ermöglicht eine Strategiekarte die Veranschaulichung von Zielen, Initiativen, Aufgaben und die von ihr angewandten Maßstäbe zur Leistungsbewertung.


Autor: Dr. Michael Hölzl, Lexington Consulting
Quelle: Südtiroler Wirtschaftszeitung, 01.09.2000


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